Einfach mal zufrieden sein!

Mein Schutzschild gegen schlechte Laune

„Bist du eigentlich auch mal schlecht drauf?“

Diesen Satz bekomme ich tatsächlich sehr oft zu hören. Wenn ich einen Raum betrete und fröhlich „hallo“ rufe, zum Beispiel. Oder wenn ich einfach nur unter Leuten bin und eigentlich gar nichts besonderes mache. Die Frage ist meist ernst gemeint, doch was ich darauf antworten soll, weiß ich nie so richtig. Es ist eine Ja-Nein-Frage, die ich nicht mit „ja“ und auch nicht mit „nein“ beantworten kann.

Dinge, die ich ändern kann, ändere ich ohne zu zögern

Schließlich hat jeder Mal einen schlechten Tag, ist mies drauf oder lustlos. Auch ich habe solche Momente. Es passieren Dinge, die mir nicht gefallen. Ich erlebe Situationen, auf die ich verzichten könnte. Mich enttäuschen Menschen, denen ich vertraute.

Wenn man genau hinsieht, stecken immer und überall negative Erfahrungen in unserem Alltag. Mal mehr, mal weniger. Mal schlimm, mal harmlos. Ich gebe diesen Erfahrungen jedoch keine Chance meinen inneren Frieden anzugreifen. Jedesmal wenn ich merke, dass mir etwas nicht gut tut, sage ich stop, ziehe einen Strich, setze einen Punkt. Dinge, die ich ändern kann, ändere ich ohne zu zögern. Wenn ich erst einmal verstanden habe, was mich aus dem Gleichgewicht zu bringen scheint, distanziere ich mich davon. Dabei fällt es mir nicht schwer loszulassen, tschüss zu sagen, weg zu gehen.

Dinge, die ich nicht ändern kann, akzeptiere ich

Dinge, die ich nicht ändern kann, nehme ich hin. Ich akzeptiere sie – und zwar zu 100 Prozent. Manchmal passiert es, dass wir uns diese Dinge nicht gestehen können. Weil sie unangenehm sind oder uns unglücklich machen würden. Dabei vergessen wir leider, dass dieses zwanghafte Einreden, Überspielen, Wegsehen genau das ist, was auf Dauer unglücklich macht. Wir vergessen, dass der einzige Weg tatsächlich zufrieden zu sein, darin besteht der nackten Wahrheit ins Auge zu blicken, ihr ins Auge blicken zu KÖNNEN. Egal wie schmerzhaft, wie ungemütlich, wie traurig oder wie demütigend sie auch sein mag.

Ich denke, die Fähigkeit negative Erfahrungen vollständig zu akzeptieren und ihnen gegenüberzustehen, statt sich hinter einer Wolke von Illusionen zu verstecken, ist der erste Schritt ein robustes Schutzschild gegen schlechte Laune aufzubauen. Der nächste wäre dann, das Empfinden von negativen Emotionen als natürlich zu bewerten und später all diese schlimmen Dinge von der eigenen Gefühlslage so gut es geht abzuschirmen. Es liegt nicht in unserer Macht, Passiertes rückgängig zu machen, sehr wohl aber diese von unserer gegenwärtigen Grundstimmung fernzuhalten.

Das mag für den ein oder anderen verrückt klingen, ich weiß. Ich denke jedoch, dass der eigene innere Frieden die Basis für eine anhaltende gute Laune und lebensfrohe Art ist. Und was sollte diesen Frieden zerstören können, wenn es nicht einmal schlechte Erfahrungen und negative Emotionen schaffen?

Meine Antwort

Diese Eigenschaft macht mich stark. Und eben dauer-fröhlich… wobei ich das nicht einmal als „fröhlich“ bezeichnen würde… vielleicht eher zufrieden und stabil…

Ich denke, meine Antwort auf die Frage, ob ich auch mal schlecht drauf sei, lautet daher nicht „ja“ und auch nicht „nein“, sondern: „Ich bin meist stärker als das, was meine Laune verderben könnte!“

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2 Gedanken zu „Mein Schutzschild gegen schlechte Laune“

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