3 Monate MUC – Das habe ich hier gelernt!

Wow, kaum zu glauben, dass meine 3 Monate in München schon wieder herum sind. Damit ist übrigens auch mein Pflichtpraktikum done und der langersehnte Masterabschluss endlich in Sichtweite! Doch bevor ich wieder endgültig in meine Lieblingsstadt und Heimat (WÜ!!!) ziehe und hier auf dem Blog die nächsten Wochen wieder komplette Funkstille herrscht, möchte ich allen, die Lust darauf haben, einen amüsanten Einblick in meinen Lifestyle in dieser endgroßen Großstadt geben! Bleibt dran, denn es ist echt endinteressant… 🙈😅

1. OIDA, DER MÜNCHNER JUGEND-SLANG IS‘ ECHT ENDNICE!

Ich muss gestehen, der „Münchner-Slang“ hat es mir wirklich angetan. Denn jeder, der mich kennt, weiß, dass ich statt brav und ladylike, 100% auf Umgangssprache setze. Was ich selber bisher jedoch nicht wusste, dass der Jugend-Slang der bayerischen Landeshauptstadt das absolute Sahnehäubchen der deutschen Jugendsprache ist!

Bisher dachte ich, dass mein kleiner Cousin (10 Jahre, Wohnort: München) als einziger richtig coole Sachen als „eeendcool“ beschreibt. Umso witziger ist die Tatsache, dass hier einfach JEDER so spricht. Babys sind nicht mega süß, sie sind eeendsüß! Und Donuts? Die sind einfach eeendlecker! Alter, was denn sonst?!

„Alter“ ist übrigens auch falsch. „Oida“ lautet der richtige Ausdruck. So hört man tagtäglich ein oida hier, ein oida dort – und erstaunlicherweise sind es meist die ganz hippen Gangster-Kids, die es gefühlt 1.247 Mal durch die U-Bahn rufen.

Kein Wunder, dass ich es mir nun tatsächlich zur Aufgabe gemacht habe, Teile dieser endnicen Sprache in die Heimat zu transportieren. Wer sich jetzt denkt, oida sheeeesh, was hat die denn wieder vor: Bei meiner Mama hat’s geklappt! Sie findet ihr neues Kleid echt endschön!

2. ICH WOHNE AM HART, MUSS ABER TROTZDEM AM HARTHOF (!!!) AUSSTEIGEN

„Wo wohnst du jetzt?“ – Diese Frage habe ich an meinem ersten Tag bestimmt 20 Mal gestellt bekommen. Meine Antwort war immer die gleiche: „Mit der U2 Richtung Feldmoching und Harthof muss ich aussteigen“. Und auch die Reaktionen waren 20 Mal ähnlich: „Ach ja, AM HART“. „Ah, das ist AM HART“. „Achso, AM HART.“…

Na gut, dachte ich innerlich… dann wohne ich wohl AM HART. Aber wie war ich dann überhaupt auf HARTHOF gekommen? Egal!

Am Abend fuhr ich also wieder mit der U2 Richtung Feldmoching und stieg bei der Haltestelle AM HART aus. Schließlich hatte ich es 20 Mal zu hören bekommen, dass ich hier wohnte. Musste dann logischerweise natürlich auch bei der entsprechenden Haltestelle aussteigen… NOT! Als ich dann an der Haltestelle stand, wurde mir plötzlich klar, dass hier irgendetwas nicht so ganz passte. Trotzdem suchte ich den Ausgang und merkte dann, dass es einfach die falsche Haltestelle war. Umso verwirrender wurde alles. Ich mein, ich wohne doch hier AM HART? Schnell suchte ich den Plan und schaute, welche Haltestelle als nächstes kommen würde. Siehe da, es war tatsächlich HARTHOF. Warum ich AM HART wohne und HARTHOF aussteigen muss, wurde mir erst dann klar, als ich begriff, dass der Stadtteil einfach so heißt… Typisch!

3. ICH BIN GAR NICHT SO VERWÖHNT, WIE ICH BISHER DACHTE

In Würzburg wohne ich in unserem Haus, fahre jede Strecke mit dem Auto, muss keine Miete zahlen und kann somit mein ganzes Geld für Klamotten, Essen und Technik ausgeben. Liegt also Nahe, anzunehmen, ich sei verwöhnt und lebe im Luxus. Ehrlich gesagt, ist das daheim natürlich bis zu einem gewissen Grad auch so. Was ich jedoch nicht wusste, dass ich mich auch ohne Luxus richtig wohlfühlen kann. Und damit meine ich weniger das fehlende Auto, sondern viel mehr: Warmes Wasser und Bett, adé!

Wir mussten tatsächlich 3 Monate lang kalt, EISkalt duschen (wer sich für die genauen Gründe interessiert, kann die Kommentare dafür nutzen, dann erzähle ich die Story). Die ersten paar Tage war es ein schreckliches Gefühl. Doch mit der Zeit hat man sich daran gewöhnt. Angenehm war es zwar während des Duschens nicht, aber danach hat man sich immer total fit und frisch gefühlt und es hat irgendwie sogar ganz gut getan. Trotzdem war die Freude riesig, als 3 Tage vor Weihnachten die Nachricht kam, dass das Warmwasser wieder genutzt werden kann. Wow, wer hätte vorher gedacht, dass man sich über warmes Wasser so sehr freuen könnte?

Weniger schlimm und verwunderlicherweise überhaupt kein Problem: Ich musste 3 Monate auf dem Boden schlafen und fand es nicht einmal unbequem. Ich habe nicht einmal mein Bett vermisst?! Keine Ahnung warum, aber scheinbar bin ich gar nicht sooo verwöhnt.

 

4. BACKSTREET BOYS 4 LIFE!

An meinem ersten Praktikumstag durfte ich mit zu einem Videodreh.

Das Thema: Boybands!
Was ich gelernt habe: Ich mag Backstreet Boys Songs.
Was meine Mitmenschen gelernt haben: Mein Gesang ist super nervig.

Nach diesem Videodreh bin ich wirklich ungelogen 2-3 Wochen lang jeden Tag mit einem Ohrwurm aufgewacht und habe entweder „Larger than life“ oder „Show me the meaning of being lonely“ rauf und runter gesungen.

An dieser Stelle nochmal ein fettes SORRY an Lale und Konsti, die sich das tagtäglich geben mussten.

 

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