Buchrezension: Das Café am Rande der Welt

Eigentlich hatte ich mich jahrelang gegen dieses Buch „gewehrt“. Vielleicht aus Trotz gegen jede dritte Instagram-Story, in der mir mal ein Influencer, mal eine Person, von der ich schon gar nicht mehr weiß, woher ich sie „kenne“, klarmachen wollte, wie augenöffnend dieses 128-seitige Exemplar von John Streleckey doch sei.

(Für alle, die mich nicht allzu gut kennen: Ich entwickele super schnell, fast schon automatisch, eine Art Abwehrhaltung, wenn mir jemand etwas einreden möchte. Und außerdem bin ich quasi der Optimismus in Person, weshalb mir „eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ irgendwie überflüssig schien).

Da ich also monatelang regelrecht überflutet wurde von diesem „Café am Rande der Welt“, entschied ich mich es NICHT zu lesen – zumindest bis kurz vor Weihnachten. Auf der Suche nach einem ganz anderen Buch, kam mir der Bestseller von John dann doch mal in die Hände und ich überflog den Klappentext. Nicht schlecht, das sollte ich einem Freund schenken und vielleicht auch meiner Mutter, waren meine ersten Gedanken. Und noch bevor mein nächster Gedanke Platz in meinem Kopf einnehmen konnte, hatte ich das Buch auch schon gekauft… 3 Mal. Für einen Freund, für meine Mutter und… für mich!

So das war’s dann zur Vorgeschichte! Hier meine Meinung zu „Das Café am Rande der Welt“ von John Streleckey:

Gespräche, Fragen und das Café

Zusammengefasst dreht sich die gesamte Handlung des Buches um Gespräche zwischen John (einem beschäftigten Werbemanager) und Personen, die er im Café am Rande der Welt trifft. Die Unterhaltungen zeigen ihm neue Perspektiven, das Leben zu betrachten und sollen ihm dabei helfen drei Fragen zu beantworten, über die er sich vorher keine Gedanken machte:

  • Warum bist du hier?
  • Hast du Angst vor dem Tod?
  • Führst du ein erfülltes Leben?

Die Beantwortung dieser Fragen fällt dem Geschäftsmann nicht gerade einfach, sodass er dabei während seines Aufenthaltes im Café Unterstützung von der Kellnerin, dem Chef und dessen Freundin bekommt.

Einfach geschrieben, schnell zu lesen und mit Interpretationsspielraum

Als Leser/in kann man sich gut in Johns Situation hineinversetzen. Das Buch ist einfach geschrieben und lässt sich somit super schnell lesen. Dadurch, dass die Unterhaltungen und die Kernaussagen teilweise (!) auf einer relativ oberflächlichen Meta-Ebene stattfinden, lässt das Buch genug Freiraum zur Interpretation. Diese Oberflächlichkeit kann als negative Kritik aufgefasst werden. Ich persönlich finde sie aber in diesem Fall wichtig, um persönliche Schlussfolgerungen für das eigene Leben ziehen zu können. Das Ziel der Erzählung sehe ich nämlich viel mehr darin, den Lesern eine Art Denkanstoß zu geben (in welche Richtung und Tiefe auch immer), als ihnen klar und deutlich zu vermitteln, worin der Sinn des Lebens besteht (das ist nämlich unmöglich).

Gut für eine kleine Pause und neue Gedanken

Natürlich möchte ich an dieser Stelle nich all zu viel verraten. Mein Fazit für den Inhalt dieses Buches lautet daher: Wer mal eine online Pause braucht, den Kopf frei bekommen möchte oder einen kleinen Anstoß für neue Gedanken braucht, kann das schon mal lesen.

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